Die Zuchtzulassungsprüfung

 

Im Oktober stand dann die Zuchtzulassungsprüfung für Jenna an. Dazu machten wir uns auf den Weg nach Lübeck. Eine halbe Weltreise. Die Zuchtzulassungen bestehen im APH aus einer Wesensüberprüfung und einer Beurteilung des Körperbaus und des Gangwerks der Hunde. Der Wesenstest war für Jenna kein Problem. Wer im Kinderzimmer meines Sohnes, zwischen Sauriern, Star-Wars-Figuren, Schwertern und Pistolen überlebt, den erschüttert ganz sicher kein aufgespannter Regenschirm, keine Menschenmenge und auch sonst eigentlich fast nichts mehr.

Sie bekam bei allen Kriterien 5 Punkte. Das heißt, man bestätigte ihr in allen geprüften Situationen: Der Hund zeigt sich aufmerksam und interessiert, zeigt ein sozial sicheres Verhalten und ist vom Geschehen in keiner Weise beeindruckt.

Als wir mit den Prüfern zurück in die Halle gingen, passierte noch etwas, was mich sehr stolz auf sie sein ließ. Als wir in einen Gang in der Gastwirtschaft einbiegen wollten, rannte plötzlich jemand den Gang entlang und fiel Jenna vor Schreck über den unerwartet auftauchenden Hund, direkt vor die Füße. Jenna zuckte weder zusammen, noch reagierte sie irgendwie böse. Freundlich wedelnd beschnuffelte sie die Dame. Ups! Hast du dir weh getan? Besser hätte sie ihre Nervenstärke gar nicht zeigen können. In der anschließenden Beurteilung bekam sie die Wertmeßziffer 444445.

Das heißt: mittelkräftig, sehr gute Proportionen, fester Rücken, normale Winkelung, korrekte Oberlinie, normales Haarkleid, schwarz-weiß oder stahlgrau, ausgeglichen, gutartig, sehr hart gegen Einwirkungen.

Was will man mehr? Es war ein sehr interessanter Tag. Ich habe dort sehr viel Neues über diese Rasse gelernt.